Fischereiverein Wildeshausen e.V.
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13.07.2018

Freuten sich über ihre Auszeichnung (von links): Pascal Nustedt (Friedfisch-Pokal), Tobias Siemer (Salmoniden-Pokal) und Heiko Bitter (Jahresbester). Vereinsvorsitzender Jens Pfänder gratulierte.

Wieder ein arbeitsreiches Jahr

Die Frauen haben die Leidenschaft fürs Angeln entdeckt.“ Das sagte Jens Pfänder, der Vorsitzende des Fischereivereins Wildeshausen, am Sonntag auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Hotel Gut Altona. Acht Petrijüngerinnen haben gerade erst den Vorbereitungskurs auf die Fischerprüfung mit Bravour absolviert – ein Rekord. 62 Frauen zählt der Verein inzwischen. Mit insgesamt 1390 Mitgliedern (+44) geht es ins neue Jahr. Allein 126 Neulinge wurden in den vergangenen zwölf Monaten aufgenommen. Während viele Angelvereine über stark rückläufige Zahlen in der Jugendgruppe klagen, freuen sich die Wildeshauser über ein leichtes Plus auf jetzt 86 Jungen und Mädchen.

 

Eine Erfolgsgeschichte bleibt auch die Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle. 155.000 Salmoniden sind im Frühjahr im vereinseigenen Bruthaus geschlüpft. Aktuell schwimmen in den Brutwannen bereits wieder 109.000 Eier. 160 Meerforellen und drei Lachse waren in den vergangenen Wochen bei 20 Elektrofischen in den Brutbächen gefangen worden, berichtete Tobias Siemer, der 2. Vorsitzende, der den vielen ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aussprach. 

 

Jens blickte auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr zurück. Ein wichtiger Punkt soll hier noch einmal erwähnt werden: Die Meldungen über Fehlverhalten am Gewässer nahmen im Laufe des Jahres so stark zu, dass es am 24. Juli zu einer außerordentlichen Aufseherversammlung kam. Da viele Meldungen durch Dritte wie Jagdpächter oder Spaziergänger bei uns eingingen, sah sich der Vorstand verpflichtet, die Aufsichten noch weiter zu verstärken. Das Angelverhalten hat sich in den letzten Jahren verändert, das führt immer wieder zu Konflikten. Einge Angler verbringen Tage ohne Unterbrechung am Wasser, man kann sagen, er wohnt für diesen Zeitraum dort. Verschiedenste Gerätschaften haben sich geändert und der einzelne Angler will alles bis ins Kleinste geregelt haben. Es verging keine Woche ohne Feststellung von Verstößen gegen die Befischungs-/Gewässerordnung. Jens sprach den aktiven Aufsehern nochmals seinen Dank aus. 2016 wird es da auch noch einige Neubesetzungen geben.

 

Immer häufiger gibt es Anfragen, ob der Verein an der Gestaltung öffentlicher Veranstaltungen teilnehmen möchte und kann. Der Vorstand wird versuchen, in den nächsten Jahren ein Team zusammenzustellen, die die vielen Events planen und durchführen kann, um hier eine Entlastung des Vorstand zu erreichen. Gut kam zum Beispiel der Tag der offenen Tür der Altonaer Schützen an, hier waren viele Vereine vertreten. In Zukunft soll dies Veranstaltung Tag der Vereine heißen. Eine gute Sache.

 

Und noch mehr Zahlen hörten die 95 Versammlungsteilnehmer: Insgesamt 28.000 Euro (32 % der Ausgaben) wurden zur Wiedereinbürgerung bzw. Bestandserhaltung von Fischarten wie Aal (27.000 Stück), Quappe, Karpfen oder Zander investiert. Ein paar Beispiele: Bachforelle 652 kg/1800 Stck, Karpfen 2265 kg/1315 Stck, Schleie 235 kg/580 Stck, Zander 527 Stck (22-27 cm), Quappe (15 cm) 1366 Stück.

 

Seltene Fischarten wie Mühlkoppen, Steinbeißer oder Neunaugen zeugen von der guten Qualität und der Artenvielfalt, berichtete Ralf Siemer, der Beauftrage für Umwelt- und Naturschutz, der über zahlreiche Gewässerschutzmaßnahmen berichtete. Aufwändigstes Projekt sei in diesem Jahr die erfolgreiche Sanierung des Strangmann-Altarms in der Wiekau gewesen. Siemer freute sich aber auch wieder über die erfolgreiche Schul-AG „Gewässerschutz“. Die Hunte-, Haupt- und Realschüler bauen im Altoner Mühlbach Kiesbänke und Strömungslenker ein, pflanzen Erlen und nehmen Gewässeruntersuchungen vor.

 

Sehr übersichtlich hatte unser Kassenwart Christian Buck wieder die Vereinsfinanzen aufbereitet. Da sind wir sehr gut aufgestellt. 2015 wurde ein Überschuss von fast 9000 Euro erwirtschaftet. Trotzdem müssen wir natürlich auch das Vereinsvermögen im Blick haben. Beim Finanzamt müssen wir alle drei Jahre unsere Gemeinnützigkeit nachweisen. Auch wenn wir ein sehr gutes Polster haben, der Vorstand muss die Rücklagen wegen des Finanzamtes im Blick haben. Deshalb gilt es, in Zukunft weiter klug zu investieren. Das können Entschlammungsaktionen an Teichen sein. Auch eine Renovierung des Vereinsheimes käme durchaus in Betracht.

 

Vorstandwahlen standen in diesem Jahr turnusgemäß nicht auf der Tagesordnung. Ein neues Gesicht gibt es aber dennoch in der Vorstandsrunde: Hilmer Bierans übernimmt kommissarisch das Amt des 3. Jugendwartes. Er folgt auf Peter Sperling, der nach über sieben Jahren das Amt aufgab, „weil er als Vater seine eigene Jugendgruppe gegründet hat“, wie Vereinschef Jens Pfänder berichtete. Er bedankte sich mit einem Präsent.

 

Für einige Diskussionen sorgten zwei Anträge. Das lässt sich auch an der Abstimmung ablesen: Ab sofort ist das Hineinwaten in die Hunte (nur in die Hunte!) zum aktiven Angeln (Fliege/Spinnfischen) erlaubt (37 Ja, 19 Nein, 30 Enthaltungen). Der Antrag, das Angeln vom Boot im See Ahlhorn zu erlauben, wurde dagegen abgelehnt (40 Nein, 30 Ja, 16 Enthaltungen). Ein Antrag des Vorstandes gab es auch wieder: Die Beiträge bleiben 2016 unverändert.

 

Heiko Bitter wurde als Jahresbester der sieben Gemeinschaftsangeln geehrt. Den Salmonidenpokal holte sich wie im Vorjahr Tobias Siemer (Meerforelle, 77 Zentimeter, 5940 Gramm). Die Auszeichnung für den besonderen Friedfisch sicherte sich Jungangler Pascal Nustedt (Schleie, 45 cm, 3 Pfd.). Einen spektakulären Raubfisch fing in diesem Jahr Florian Fischt. Ein so großer Zander – 10.600 Gramm, 98 Zentimeter – war noch nie in der heimischen Hunte gefangen worden. 

Strangmann-Altarm: Start für Entschlammung 

17 Meter Ausleger: Mit schwerem Gerät wurde am Strangmann-Altarm gebaggert.

Startschuss  am „Strangmann-Altarm“ in der großen Wiekau: Eine Fachfirma hat mit dem Entschlammen des kaum noch 30 Zentimeter tiefen Teich an der Hunte begonnen. Das schwer zersetzliche Eichen- und Buchenlaub sowie der Sand, der sich durch die Huntehochwasser im Laufe der Jahrzehnte dort abgelagert hat, werden ausgebaggert. Der Fischereiverein Wildeshausen hofft so, sein Gewässer wieder ökologisch aufwerten zu können, um bessere Lebensbedingungen für alle Arten von Wasserlebewesen zu schaffen. Maßnahmenträger ist der Landkreis Oldenburg. 

Bevor der Bagger mit seinem 17 Meter langen Ausleger an die Arbeit geht, wurde die vereinseigene Freifläche am Teich gemulcht, um gebietsfremde und schnell wachsende Gehölze wie Springkraut, Traubenkirsche, Erle und Weide zu beseitigen. Hierauf wird der Aushub verteilt, der dann nach und nach abtrocknet (die Fachleute sprechen vom „Ausbluten“). Das ist machbar, weil der Schlamm sozusagen „sauber“ ist: Das haben Bodenproben eines wissenschaftlichen Instituts im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde vor einigen Wochen ergeben. Die nötige Untersuchung auf Verunreinigungen wurde vorgenommen, weil das „Huntealtwasser bei der Wiekau“ seit 1986 als Naturdenkmal unter besonderem Schutz steht. 

Etwa eine Woche sollen die Arbeiten am Teich dauern. Auch ein Verbindungsrohr zwischen Hunte und Altarm wird eingebaut. Eine Rückschlagklappe soll dafür sorgen, dass der Teich den Wasserstand nach einem Hochwasser länger hält.
Im Frühjahr werden die Petrijünger eine speziell zusammengestellte Gras- und Kräutermischung auf der Fläche und am Ufer aussäen. Es soll eine Mager-Wiese mit standorttypischen Pflanzen entstehen.

 

 

Zwischenzeitlich ist auch die Rückstauklappe

eingebaut worden, die den Rückfluss des

Wassers aus dem Altarm in die Hunte

reduzieren soll.

 

Neue Fachfrau stellte Ideen und Pläne vor

Besuch in der Vorstandsrunde gab es am Montag, 5. Oktober 2015. Ira Kristen Zylka war zu Gast. Sie ist bei der Huntewasseracht und dem Ochtumverband angestellt worden, um die Verbesserung der Gewässer in unserem Bereich voranzutreiben.
Im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie konnte das bisherige Ziel nicht erreicht werden. Zylka, die 2014 ihren Master in Landschaftsökologie an der Universität Oldenburg gemacht hat ("Gewässerentwicklungsplan als Grundlage zur naturnahen Entwicklung eines landwirtschaftlich geprägten Fließgewässers") wird sich um Gewässer kümmern, die bereits in einem recht guten Zustand sind und jetzt in kurzer Zeit ganz nach vorne gebracht werden sollen. In unserem Bereich ist das der Altonaer Mühlbach, die Katenbäke, die Aue und Teilbereiche der Hunte. Vorrangig geht es an den Altonaer Mühlbach. Sie hofft, dass die Planungen für die Rausche beim Gut Altona in Kürze abgeschlossen sind und es vielleicht schon im nächsten Jahr los gehen kann.
 
Mit der Huntewasseracht sind verschiedene Gewässerabschnitte ausgeguckt, die renaturiert werden sollen. Auch mit uns gibt es an verschiedene Stellen Ideen, hier soll es nochmal eine Begehung geben. Sie wird in den nächsten Jahren unser Ansprechpartner hierzu sein. Zylka hofft, viele Informationen austauschen zu können, außerdem kann sie Hilfe für Zuschüsse geben.
 
Die Vorstandsrunde war sich einig, dass es sich gut angehört hat und wir auch davon profitieren können. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und einen hoffentlichen kurzen Dienstweg.

Mehr Lebensraum: Neues Kiesbett im Mühlbach und Altarm Strangmann wird saniert

 

 

 

Der Fischereiverein Wildeshausen hat jetzt unterhalb des Eisenbahntunnels ein weiteres Kiesbett im Altonaer Mühlbach angelegt. Es soll verschiedenen Fischarten – wie zum Beispiel der Meerforelle - als Laichsubstrat dienen. Die Salmoniden kehren mittlerweile in größeren Stückzahlen aus dem Meer in die Hunte-Nebenbäche zurück, um sich fortzupflanzen. Die seit 1999 laufenden Anstrengungen der Wildeshauser Angler zur Wiedereinbürgerung haben sich sehr bewährt. Aber auch wirbellose Tiere wie Krebse und Larven von seltenen Wasserinsekten nutzen die Kiesbänke als Lebensraum.

 

Das neue Kiesbett führt unsere vorherige Maßnahmen zur Renaturierung des Gewässers fort“, erklärt Ralf Siemer, der Beauftrage für Natur- und Umweltschutz im Fischereiverein. Und es sei als Ergänzung der von der Hunte-Wasseracht geplanten Aktionen zur ökologischen Verbesserung des Mühlbaches (Bau einer Fischtreppe am Wehr Gut Altona, Strukturverbesserungen im Oberlauf) zur Erfüllung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu sehen.

 

Und noch eine weitere gute Nachricht freut die Petrijünger: Der in der Wiekau gelegene Hunte-Altarm („Strangmann“) soll ökologisch aufgewertet werden. Genau vor einem Jahr hatten fleißige Helfer des Fischereivereins in enger Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde als Vorarbeit gebietsfremde bzw. schnell wachsende Gehölze wie Traubenkirsche, Weide und Erle auf dem vereinseigenen Grundstück beseitigt.

 

Es ist geplant, dass in diesem Herbst eine Fachfirma die nötig gewordene Entschlammung des Gewässers vornimmt. Jahrzehntelanger Eintrag von schwer zersetzlichen, sauren Eichen- und Buchenlaub, sowie Sandablagerungen durch Huntehochwasser haben zu sehr ungünstigen Lebensbedingungen für alle Wasserlebewesen und Amphibien geführt, erklärt Ralf Siemer. Keine 30 Zentimeter tief ist der Altarm an vielen Stelle nur noch. Zudem soll versucht werden, die Ausbreitung des Drüsigen Springkrautes, einer invasiven Pflanzenart, einzudämmen.

 

Maßnahmenträger ist der Landkreis Oldenburg unterstützt vom Fischereiverein Wildeshausen. Die Angler hoffen, dass das Amt für Naturschutz- und Landschaftspflege nach einer nötigen Untersuchung von Bodenproben bald grünes Licht gibt. Das „Huntealtwasser bei der Wiekau“ war am 25.9.1986 wegen seiner Lage und seltener Pflanzen als Naturdenkmal (Nr. 807) unter besonderem Schutz gestellt worden.

Schul-AG Gewässerschutz: Nistkästen und Insektenhotels für die Schulhöfe

Die Schul-AG Gewässerschutz, eine Kooperation von Hunte-, Real- und Hauptschule und dem Fischereiverein Wildeshausen, hat zwölf Nistkästen und drei Insektenhotels auf den Schulhöfen aufgehängt. Im vergangenen Jahr haben die jungen Gewässerschützer den ersten Platz im Naturschutzwettbewerb des Landesfischereiverbandes Weser-Ems gewonnen und wurden von der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet. Die Preisgelder investierte man jetzt in die wetterfesten Nistkästen und Insektenhotels.

 

Normalerweise ist die AG im Rahmen des Nachmittagsschulunterrichtes donnerstags an Gewässern aktiv. Etliche Schulhalbjahre waren die Jugendlichen an der Flachsbäke im Einsatz. Aktuell packen sie kräftig am Altonaer Mühlbach an. Durch den Einbau von Strömungslenkern und Kiesbänken werden die Bäche ökologisch aufgewertet. Es werden biologische Gewässeruntersuchungen vorgenommen sowie Meerforellenbrut und europäische Edelkrebse ausgesetzt. Die AG wird vom Naturschutzbeauftragten des Vereins Ralf Siemer und dem Vorsitzenden Jens Pfänder geleitet. Unterstützt wird das Projekt vom Landkreis Oldenburg und der Hunte-Wasseracht.

Die Junge Union wollte sich über die Jugendarbeit im Verein informieren und besuchte die GewässerschutzAG am Altonaer Mühlbach. Sie schauten aber nicht nur zu sondern packten auch kräftig mit an. Eric von Stein und Tabea Rollie fügte sich in die Arbeitskette der Schüler ein und sorgten so dafür, dass eine Tonne Steine in den Bach eingebracht wurden. Hier sollen neue Laichbetten und Strömungslenker entstehen. Den beiden hat es viel Spass gemacht.

Schul-AG: Mefos und Krebse für die Flachbäke

Neues von der Schul-AG: Die Jungs von der Hunte-, Real- und Hauptschule setzten am Donnerstag (5. März) rund 7000 Meerforellen in der Flachsbäke aus. Der Bereich unterhalb der Delmenhorster Straße ist in den vergangenen Jahren durch die Schüler - wie berichtet - reanaturiert worden. Jetzt kam wieder Mefo-Brut ins Wasser. Die kleinen Meerforellen waren vor einigen Wochen im Bruthaus geschlüpft. Die Jugendlichen waren engagiert und eifrig bei der Sache. Ralf Siemer koordinierte den Einsatz und erklärte einiges zur Lebensweise der Salmoniden. Ein besonderes Highlight: Auch 30 Edelkrebse fanden in dem tollen Bach ein neues Zuhause. "Wie fasse ich die Tiere bloß richtig an, ohne von den Scheren gezwickt zu werden?", fragte sich so mancher der Schüler. Auch das ein oder andere Handy-Foto wurde geschossen. Wann hat man schon einmal so urige Tiere in der Hand. Die Krebse wurden dann behutsam ins Wasser gelassen. Tolle Aktion.

27 Teilnehmer haben den Frühlings-Fischerkurs bestanden. Jens, Ralf und Alfred haben die Petrijünger wieder bestens in Gewässer-, Geräte-, Gesetzes- und Fischkunde unterrichtet. Herzlichen Glückwunsch! Im Herbst startet der nächste Kurs. Der Termin: 19.09.2015. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Zum Beispiel während des wöchentlichen Sprechtages am Donnerstag 18 bis 20 Uhr im Fischerheim (Telefon 04431/74010).

 

Aalförderprogramm:

Wildeshauser Angler setzen 27.000 Jungfische aus

 

Die Zahl der Aale in unseren Gewässern nimmt immer weiter ab. Experten sprechen längst von einer bedrohten Tierart. Damit der Aalbestand nicht weiter wegbricht, haben zahlreiche Fischereivereine in den vergangenen Jahren viel Geld für Besatzmaßnahmen in die Hand genommen. Das honoriert auch die Landesregierung in Hannover. Seit 2011 bezuschussen das Land und der Europäische Fischereifonds die Bestandserhaltung. Zur Kofinanzierung stellt Niedersachsen in diesem Jahr bis zu 200.000 Euro bereit. Die Anträge mussten beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES, Dezernat Binnenfischerei - Fischerkundlicher Dienst) gestellt werden, das regelmäßig auch die Fangzahlen erfasst.

 

Die Wildeshauser Angler sind seit Anfang an dabei und beteiligten sich jetzt bereits zum fünften Mal an dem Programm. Fast 27.000 Aale mit einem Gesamtgewicht von 135,7 kg Aale entließ der Fischereiverein Wildeshausen jetzt an vielen Stellen in der oberen Hunte und den angeschlossenen Altarmen. „So stützen wir den Bestand weiter. Insgesamt haben wir diesmal für 6600 Euro Aale gekauft“, berichtet der 1. Vorsitzende Jens Pfänder. Er hofft, dass die Hälfte der Summe aus Hannover wieder zurückfließt.

 

Auch in Wildeshausen ist der Aalbestand in den Jahren arg geschrumpft. Dazu reicht ein Blick in die jährliche Fangstatistik des Fischereivereins: Vor über 30 Jahren fingen die damals 300 Mitglieder rund 4000 Aale. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 647 Stück – dabei hat der Verein jetzt über 1000 Mitglieder mehr. Allerdings: „Es geht wieder leicht aufwärts mit den Fangzahlen", stellt auch Ralf Siemer, der Beauftragte für Naturschutz und Umwelt im Verein, fest. Neben dem massiven Aalbesatz trage auch eine andere Maßnahme dazu bei: Die Wildeshauser waren vor einigen Jahr der erste Verein im Landesverband der beschlossen hat, das Schonmaß für den Aal von 35 auf 45 Zentimeter heraufzusetzen.

 

Der bei uns heimische Aal laicht in der Sargassosee in der Nähe der Bahamas. Die winzigen Larven machen sich später mit dem Golfstrom auf den beschwerlichen Heimweg durch den Atlantik. Als fast durchsichtige Glasaale erreichen sie nach knapp drei Jahren die europäischen Küsten und steigen dann in die Binnengewässer auf. Massive Überfischung, insbesondere in Südeuropa, Wasserkraftwerksturbinen, Umweltverschmutzung und ein starker Anstieg der Kormoranpopulation werden von Experten als wesentliche Gründe für den dramatischen Rückgang des Aals genannt.

Fischerfest 2015: Gigantischer Besuch

Das Fischerkönigspaar 2015: Sylvia Anders und Rolf Biener.

Der Besuch ist gigantisch“, freute sich Jens Pfänder, der Vorsitzende des Fischereivereins Wildeshausen am Samstagabend, 8. August. Zeitweise deutlich mehr als150 Besucher feierten rund ums Vereinsheim ein fröhliches Fischerfest. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, denn viele Mitglieder, Familienangehörige und Freunde der Angler waren vor allem heiß auf den frischen Fisch. 90 Aale, 80 Forellen, Schleien und Lachsstücke holte „Räuchermeister“ Reiner Albers aus den beiden Öfen, die seit Mittag im Dauerbetrieb qualmten. Im Öl brutzelten Huntefisch-Frikadellen. Allein 130 Stück wanderten rekordverdächtig in einer halbe Stunde über die Theke. Schon um viertel vor Acht meldete die Vorstands-Crew dann auch „ausverkauft“. Sie hatte den ganzen Tag über alles bestens vorbereitet. Zelte aufbauen, Tische und Stühle rücken, Fischfrikadellen zubereiten, Räucherfisch im Auge behalten, Deko und und und standen auf dem Programm. Die Vorstandsfrauen waren für den leckeren Salat zuständig.

Der Andrang aufs Essen zu kleinen Preisen war sehr, sehr groß. Bratwurst, Fleisch und Salate wurden kurzerhand noch einmal nachgeholt. Viele hatten zudem Frikadellen und Räucherfisch vorbestellt. Allen hat es wieder prima geschmeckt :-)))

 

Bei einem Würfelspiel gab es eine Angel, eine Rolle, Posen, Schnur, Haken und Co. zu gewinnen. Wer sein Glück versuchen wollte, zahlte einen Euro. Am Ende kamen über 100 Euro zusammen, die ebenfalls in den geplanten Fischlehrpfad am Hunte-Ufer am Burgberg gesteckt werden sollen. Am Ende setzte sich Youngster Marcel Bierans im Stechen durch und durfte eine Feederrute mit nach Hause nehmen. 

 

 

Höhepunkt des Abends war aber die Proklamation des neuen Fischerkönigspaares: Rolf Biener (Brassen von 2064 Gramm) und Sylvia Anders (Karpfen von 1711 Gramm) hatten beim Königsangeln am Sonntag zuvor die schwersten Fische gefangen. Während Königin Sylvia nach 2003 und 2012 zum dritten Mal die Kette trägt, ist es für Rolf Biener Majestäts-Premiere. Auch ihre Adjutanten Marco Kuhn, Willy Anders und Elke Wulfekuhl kamen um den obligatorischen Ehrentanz nicht herum. Und so klang der Abend mit viel Schwung - und auch ein wenig Anglerlatein - zünftig aus.

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